ses talaies de can xim

eine der bedeutendsten der Gemeinde

Was du sehen wirst

Entdecken Sie einen der bedeutendsten talaiotischen Fundorte von Sencelles, bestehend aus zwei quadratischen Talaiots und mehreren angebauten Räumen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen über seine Geschichte, die archäologischen Ausgrabungen, die verschiedenen Nutzungsphasen und die Restaurierungsarbeiten, die es ermöglicht haben, die Fundstätte für Besuche wiederherzustellen und herzurichten.

Dauer des Besuchs

15 Min.

Was wirst du sehen?

Die Talaies de Can Xim gehören zu den bedeutendsten talaiotischen Fundorten der Gemeinde Sencelles. Die Fundstätte besteht aus zwei quadratischen Talaiots mit mehreren angebauten Strukturen.

Wie kommt man hin?

Vom Ortskern von Cascanar aus nehmen Sie den Camí des Campàs; nach etwa 600 Metern auf diesem Weg finden Sie den Eingang zur Fundstätte auf der linken Seite.

Grabungen in Can Xim?

Im Jahr 2007 führte der Archäologe Javier Aramburu-Zabala die Ausgrabung von Talaiot 2 durch (Aramburu-Zabala 2011). Zuvor war die Fundstätte bereits in der Publikation La Prehistòria de Sencelles erwähnt worden (Aramburu-Zabala und Sastre 2001).

Seit 2014 führt das Team der Archäologischen Route Sencelles-Costitx hier Instandhaltungs-, Restaurierungs- und Vermittlungsarbeiten am archäologischen Erbe durch.

2020 begann das Restaurierungs- und Instandsetzungsprojekt, in dessen Rahmen bisher 6 Eingriffskampagnen durchgeführt wurden.

Neben weiteren Verbesserungen der Umgebung wurden moderne Elemente entfernt (z. B. an den Talaiots angebrachte Teile) und zwei Informationstafeln aufgestellt.

Bei den wichtigsten Restaurierungsarbeiten wurden Talaiot 2 und die daran angebauten Räume vollständig gefestigt sowie die Fassade von Talaiot 1 und der Zugangskorridor teilweise restauriert.

Die Restaurierungsarbeiten dauern weiterhin an.

archäologische Grabungen

Die Ausgrabungen von 2007 ermöglichten es, 2 große Nutzungsphasen des Talaiots festzustellen

Talaiotische Phase

(850–550 v. Chr.)

Bau und Nutzung des Talaiots sowie zweier an die Süd- und Westfassade angebauter Räume. Die Anlage wurde durch einen großen Brand zerstört.

Balearische oder Posttalaiotische Phase

(500–123 v. Chr.)

Bau eines kleinen Wohnhauses über den Ruinen des Talaiots sowie Umbau und Wiederverwendung eines der angebauten Räume.

850 — 550 v. Chr.

Talaiotische Phase

Laut Aramburu-Zabala bildeten die Talaiots von Can Xim ein Kultzentrum, das zur Siedlung im heutigen Cas Canar gehörte.

Das durch den Brand dokumentierte Dach

Die Ausgrabungen von Talaiot 2 zeigten, dass es sich um ein zweistöckiges Gebäude handelte: Der Boden des Erdgeschosses war der nackte Felsuntergrund selbst, während das obere Geschoss bzw. Zwischengeschoss aus Balken von wildem Ölbaum gebaut war, die eine Schicht aus Steinplatten und Lehm trugen. Darüber wurde das flache, terrassenartige Dach des Talaiots aus denselben Materialien errichtet, wobei die Ölbaumbalken dicker waren und radial über der zentralen Säule angeordnet wurden.

Es bestand aus zwei Ebenen: einer Terrasse aus flachen Platten und Lehm, getragen von einer Schicht mittlerer Balken, und einem oberen Zwischengeschoss aus flachen Platten und Lehm auf einer Schicht dickerer, radial angeordneter Ölbaumbalken, die das gesamte Dach trugen.

Für die Dachzeichnung reservierter Bereich — wird noch ergänzt

Angebaute Räume

Einer der zeitgleich mit dem Talaiot errichteten Räume war an dessen Hauptfassade angebaut und verdeckte das Eingangsportal. Dieser Umstand sowie der gewundene Zugangskorridor ins Innere des Talaiots könnten auf den Wunsch hindeuten, den Innenraum zu verbergen oder zumindest dessen Zugang zu kontrollieren.

Der an die Westfassade angebaute Raum verfügte über einen gepflasterten Boden. Das Vorhandensein zahlreicher großer Keramikbehälter könnte auf eine Lagerfunktion hindeuten.

500 — 123 v. Chr.

Balearische oder Posttalaiotische Phase

Später, irgendwann im 4. Jahrhundert v. Chr., wurde über den Ruinen des am Eingang des Talaiots angebauten Raumes eine etwa fünfunddreißigjährige Frau in Hockstellung und ohne Grabbeigaben bestattet.

Für das Bild der Bestattung reservierter Bereich — wird noch ergänzt

Ein kleiner ländlicher Hof

Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde der Raum, in dem sich diese Bestattung befand, umgebaut, und über den Ruinen des Talaiots wurde zudem ein hüttenartiges Wohnhaus errichtet; beide bildeten zusammen wohl einen kleinen ländlichen Hof.

Drei Aktivitätsbereiche

Die jüngsten Restaurierungskampagnen haben die Existenz mehrerer Außenbereiche belegt, die mit dieser zweiten Phase in Verbindung stehen. Die auf dem Schutt des Talaiots errichtete Hütte hätte auch den oberen Rand der Fassadenmauer als Außenhof eingeebnet und hergerichtet, wo verschiedene Tätigkeiten stattfanden, von denen reichlich Keramik und Tierknochen zeugen. Ebenfalls erwähnenswert ist der Fund – bei den Arbeiten zur Restaurierung der Ostfassade von Talaiot 2 – der Überreste eines aus vergänglichen Materialien errichteten Vordachs mit einer beträchtlichen Menge an Material wie Keramikgefäßen, steinernen Arbeitsflächen, Klopfsteinen und Resten von Eisen- und Bronzeartefakten, die auf einen Werkstattbereich hindeuten könnten.

Für Paus Illustrationen der Phasen 1 und 2 reservierter Bereich — wird noch ergänzt